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Die Automatisierung der Objektträgerbeschriftung reduziert die praktische Arbeitszeit und leistet gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Patientensicherheit.

Es wird geschätzt, dass allein in den Vereinigten Staaten jährlich mehr als 160.000 unerwünschte Patientenereignisse auftreten, die auf die Fehlidentifizierung von Proben in klinischen Labors zurückzuführen sind.1 Tatsächlich kann es bei mehreren Schritten des histologischen Prozesses zur Fehlbeschriftung der Proben kommen und die handschriftliche Beschriftung von Objektträgern begünstigt Transkriptionsfehler.2 Vereinfachte, schlanke Arbeitsabläufe im Labor können dazu beitragen, derartige Fehler zu vermeiden, und eliminieren gleichzeitig unnötige Aufgaben, die keinen Mehrwert schaffen, woraus sich in der Summe ein wesentlich effizienteres Arbeiten ergibt.3

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Ziel dieser Bewertung war es, den Zeitaufwand für die manuelle Beschriftung von Objektträgern zu analysieren und mit zwei automatisierten Lösungen zur Probenidentifikation zu vergleichen. Einerseits haben wir auf eine Chargenlösung in Form eines Objektträgerdruckers mit hoher Kapazität geschaut, andererseits auf eine Alternative mit kompakten Objektträgerdruckern, über die sich an jedem Mikrotom nach Bedarf Etiketten erstellen ließen.

Methoden

Diese Studie wurde in einem Labor für Dermatopathologie realisiert und von Leica Biosystems Content-and-Evidence-Team geleitet. Seitens des Labors war man an automatisierten Lösungen für den aktuellen, arbeitsintensiven Prozess der manuellen Objektträgerbeschriftung interessiert. Das Team führte Zeit- und Bewegungsstudien für den aktuellen Prozess durch, zu dem die handschriftliche Kennzeichnung der Objektträger bei der Mikrotomie und deren erneute Beschriftung bei der Fallzusammenstellung gehörte. Die gleiche Zeit- und Bewegungsstudie wurde für die vorgeschlagenen Prozesse des chargenweisen und bedarfsorientierten Objektträgerdrucks angestellt.

Ergebnisse

Die Daten aus den Zeit- und Bewegungsstudien sind in den folgenden Tabellen und Grafiken dargestellt.

Praktische Arbeitszeit für die Objektträgerbeschriftung

Diskussion

Die erhobenen Daten zeigen, dass die Histotechniker im aktuellen Prozess durchschnittlich 9,5 Sekunden für die Beschriftung eines Objektträgers bei der Mikrotomie aufwenden. Da man im Labor an einem durchschnittlichen Tag 546 Objektträger erzeugt, müssen insgesamt 86,5 Minuten/Tag für diese Aufgabe aufgebracht werden. Über ein Jahr ergeben sich daraus 374,8 Stunden an praktischer Arbeitszeit. Darüber hinaus muss der Techniker, der mit der Fallzusammenstellung betraut ist, den Objektträger gegen ein LIS-generiertes Etikett abgleichen und erneut beschriften. Diese Aktivität erfordert durchschnittlich 3,3 Sekunden pro Objektträger und damit 30 Minuten am Tag. Jährlich nimmt allein dieser Arbeitsschritt 130 Stunden Zeit in Anspruch.

Die Beschriftung der Objektträger mittels Chargendruck erfordert seitens des Histotechnikers nurmehr 4,4 Sekunden pro Objektträger, was 40 Minuten am Tag und 173,3 Stunden im Jahr entspricht. Werden die Objektträger hingegen nach Bedarf an den einzelnen Mikrotomiestationen bedruckt, erfordert das 2,5 Sekunden je Objektträger, 22,8 Minuten am Tag und jährlich 98,8 Stunden. Beide automatisierte Lösungen machen den Abgleich und die Neubeschriftung bei der Fallzusammenstellung überflüssig.

Die Umstellung auf ein Chargendruckverfahren ließe das Labor bis zu 8,4 Sekunden pro Objektträger sparen, was einer Verbesserung von 65,7 % gegenüber dem aktuellen Prozess entspricht. Die Implementierung des bedarfsorientierten, automatisierten Objektträgerdrucks würde gar eine Ersparnis von bis zu 10,3 Sekunden pro Objektträger ermöglichen. Damit wäre eine Reduktion des aktuellen Zeitaufwands um 80,4 % möglich.

Fazit

Die Automatisierung des Prozesses zur Objektträgerbeschriftung ermöglicht es Laboren, Arbeitszeit zu sparen und Fehlidentifizierungen zu vermeiden.

Ergebnisse und Hochrechnungen sind spezifisch für die Einrichtung, in der sie erzielt wurden, und spiegeln möglicherweise nicht wider, was in anderen Einrichtungen erreicht werden kann.

References

  1. Ford, A. Catching ID errors where it counts— in the lab. CAP Today, 2005;19;34-40.
  2. Layfield LJ, Anderson GM. Specimen labeling errors in surgical pathology: an 18-month experience. Am J Clin Pathol, 2010;134;466-470.
  3. Condel JL, Sharbaugh DT, Raab SS. Error-free pathology: applying lean production methods to anatomic pathology. Clin Lab Med, 2004;24;865-899.

Ergebnisse und Hochrechnungen sind spezifisch für die Einrichtung, in der sie erzielt wurden, und spiegeln möglicherweise nicht wider, was in anderen Einrichtungen erreicht werden kann.

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